Waldbestattung
Wald im sommer mit viel moos am boden

Waldbestattung

Rückkehr zur Natur

Eine Waldbestattung ist eine besonders naturnahe und friedvolle Form der Urnenbeisetzung. Dabei wird die Asche in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes in einem ausgewiesenen Naturfriedhof oder Friedwald® beigesetzt. Diese pflegefreie und dauerhafte Ruhestätte inmitten des lebendigen Waldes spendet vielen Menschen Trost und ein Gefühl des Einklangs mit dem Kreislauf der Natur.

Durch die Naturüberlassung entfällt zudem jede Form der Grabpflege, was für die Hinterbliebenen eine dauerhafte Entlastung bedeutet.

Wie läuft eine Waldbestattung in Riedstadt ab?

  • Voraussetzung ist eine Feuerbestattung. Die Asche kommt in eine biologisch abbaubare Urne die sie zuvor bei uns aussuchen
  • Ein Baum wird ausgewählt in einem Friedwald® oder einem Naturfriedhof. Sie können hier zwischen Familien- oder Gemeinschaftsbäumen wählen. Baumart und Standort kann ebenfalls im Vorfeld bestimmt werden.
  • Die Beisetzung und Trauerfeier findet an den Wurzeln des Baumes statt. Wir übernehmen hier die Organisation.
  • Der Baum ist der Grabplatz. Eine kleine Namensplakette ist möglich auf Wunsch
friedwald-namenstafel in nahaufnahme an baum

Der Friedwald® in Michelstadt im Odenwald

Ein farbenfroher Waldboden mit Buschwindröschen, Farnen, Sauerklee und Brombeeren unterstreicht die natürliche Vielfalt. Hier ragen bis zu 185 Jahre alte Buchen, Eichen und Kiefern empor, die ebenso als letzte Ruhestätten dienen können wie jüngere Bäume wie Tannen oder Birken.

Ein besonderer Ort der Stille ist das leise fließende „Silberbrünnchen“, ein Bach, der sich durch den Wald schlängelt. Für Besucher gibt es eine Schutzhütte, zahlreiche Bänke sowie zwei Andachtsplätze mit Urnenabstellplätzen für Trauerfeiern und persönliche Momente des Gedenkens.

Im Detail:

Größe des Waldes: ca.62 Hektar
Baumarten: Ahorn, Birke, Buche, Douglasie, Eberesche, Eiche, Hainbuche, Kiefer, Lärche, Linde, Roteiche, Tanne
Besonderheiten: Die alte Eichenallee
Ausstattung: zwei Andachtsplätze, Schutzhütte, Infopfad, jeweils behindertengerechte Toilettenanlagen an den beiden Parkplätzen vorhanden

Zum Friedwald Michelstadt

Impressionen:

Naturfriedhof Muehltal-andachtsstelle

Naturfriedhof der Gemeinde Mühltal

Seit 2012 bietet der Naturfriedhof Mühltal eine naturnahe und dauerhafte Ruhestätte für alle, die sich der Natur und der Region verbunden fühlen. Hier stehen zwei Formen der Baumbestattung zur Wahl:

Gemeinschaftsbaum: Einzelne Bestattungsplätze an einem Baum, der mit anderen Angehörigen geteilt wird.

Familien- oder Freundschaftsbaum: Bis zu 12 Personen aus einem nahen Kreis können an einem Baum beigesetzt werden, dessen Nutzungsrecht vollständig erworben wird.

Baumarten: Buche, Hainbuche, Eiche, Lärche, Vogelkirsche, Bergahorn, Esche

So finden Sie Ihren Baum:

Bei einem Waldspaziergang können Sie den Friedhof erkunden. Bestattungsbäume sind mit farbig nummerierten Schildern markiert. Bäume mit roter Plakette sind bereits vollständig belegt. Bitte kontaktieren Sie die Friedhofsverwaltung mit Ihrer Auswahl an Baumnummern, um die Verfügbarkeit zu prüfen und die gewünschten Plätze anzumelden.

Download Infoblatt   Zur Gemeinde

naturfriedhof mühltal baumplan

Häufig gestellte Fragen zur Waldbestattung in Riedstadt und Umgebung?

Wir haben eine Auswahl an Fragen die uns immer wieder zum Thema Wald- und Baumbestattung gestellt werden, für Sie im folgenden zusammengestellt. Sollten wir Ihre Fragen dennoch nicht beantwortet haben, kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

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Der Begriff wird oft synonym verwendet. Genau genommen ist die Baumbestattung die konkrete Beisetzung an einem einzelnen Baum, während Waldbestattung den Überbegriff für Bestattungen in einem dafür ausgewiesenen Naturfriedhof wie einem FriedWald® oder Ruheforst darstellt.

Grundvoraussetzung ist eine vorherige Feuerbestattung. Die Asche wird in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt. Eine Erdbestattung im Sarg ist im Wald nicht möglich.

In der Regel stehen verschiedene Baumarten wie Buchen, Eichen, Kiefern, Ahorn oder Tannen zur Auswahl. Die Auswahl richtet sich nach dem Angebot des jeweiligen Naturfriedhofs.

Die Kosten setzen sich zusammen aus: der Einäscherung, der biologisch abbaubaren Urne, den Baumnutzungsrechten (je nach Baumart, Lage und Anzahl der Plätze) und den Serviceleistungen des Bestatters. Insgesamt ist sie oft kostengünstiger als eine traditionelle Erdbestattung, da keine Grabpflege anfällt.

Ja, viele Anbieter bieten Familien- oder Freundschaftsbäume an, an denen bis zu 6–12 Urnen beigesetzt werden können. Dabei erwirbt man die exklusiven Nutzungsrechte für diesen Baum.

Der Baum selbst ist das zentrale Grabmal. Oft ist eine diskrete Namensplakette am Stamm angebracht. In manchen Wäldern gibt es auch zentrale Gedenktafeln oder digitale Register.

Um die Natur zu schützen, gelten strenge Regeln. Frische, unverpackte Blumen oder ein Grablicht in speziellen Laternen sind meist zeitlich begrenzt erlaubt. Kunststoffe, Glasvasen oder dauerhafte Dekoration sind untersagt.

Wenn an einem Gemeinschaftsbaum keine Plätze mehr frei sind, muss ein neuer Baum gewählt werden. Bei einem Familienbaum ist die Belegung auf die vereinbarte Anzahl (z.B. 12 Urnen) begrenzt. Dies unterscheidet sich je nach Naturfriedhof.

Ja, an vielen Standorten gibt es Andachtsplätze oder offene Flächen für eine Trauerfeier. Die Zeremonie kann vor oder bei der Beisetzung stattfinden und wird oft naturbezogen gestaltet.

Die Betreiber sichern vertraglich eine dauerhafte Ruhezeit zu (oft 99 Jahre). Der Wald bleibt auch nach Ende der Belegungsphase ein geschützter Ort, und die Bäume werden nicht gefällt.

Der FriedWald® in Michelstadt bietet eine würdevolle und naturverbundene Ruhestätte, die bis zum 31. Dezember 2101 als Bestattungswald erhalten bleibt.

Das Nutzungsrechtan einer Grabstelle z. B. am Naturfriedhof Mühltal,  wird für 25 Jahre erworben. Ein Nutzungsrecht kann ohne Vorliegen eines Sterbefalls erworben oder verlängert werden.

Im Vorhinein angekaufte Nutzungsrechte können nicht zurückgegeben werden. Im Falle einer Bestattung muss das Nutzungsrecht wieder auf 25 Jahre verlängert werden.